Höher - schneller - weiter (Foto: ©Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Braunschweig)

Höher - schneller - weiter

Höher - schneller - weiter

Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

25. September 2017

Neue Gedankenräume erobern.

Luftfahrt der Zukunft Information zur Veranstaltungsreihe

Die Luftfahrt der Zukunft entsteht in der Gegenwart. Seit mehr als 75 Jahren forschen in Braunschweig Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen an neuen Anwendungen und Lösungen für die Luftfahrt. Aus diesem Grund laden die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Niedersächsische Forschungszentrum für Luftfahrt (NFL) und der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) zu einer Vortragsreihe ein.

Pilotinnen, Wissenschaftler und Industrievertreterinnen berichten unter anderem in Vorträgen und auf Exkursionen über ihre Arbeit und geben einen Ausblick auf das Fliegen in Gegenwart und Zukunft.

Höher - schneller - weiter Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

Inhalt

Das Bedürfnis des Menschen nach Weiterentwicklung und Effizienz führt zur Entwicklung leistungsfähiger Luftfahrzeuge, die künftig auch durch Flüge in großen Höhen (Suboritalflüge) ihre Passagiere schnell an entfernt gelegene Orte bringen werden.

Dies bedeutet jedoch eine höhere Belastung der Piloten und Passagiere bezüglich der auf den Körper einwirkenden G-Kräfte und des Fliegens in großer Höhe. Diese Belastungen sind bisher im Wesentlichen an gesunden Piloten erforscht, so dass die Kenntnis über Auswirkungen auf den Körper von älteren, gegebenenfalls kranken Personen gering ist. Untersuchungen von Teilnehmern an geplanten Suborbitalflügen erweitern die Erkenntnisse. Aber auch im Bereich des Passagierkomforts wird geforscht bezüglich Luftfeuchte, Luftdruck, Temperatur und Lichteinflüsse. Die neuesten Forschungsergebnisse aus den genannten Bereichen werden vorgestellt.

Referentin

  • Dr. med. Claudia Stern, Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin, DLR Köln

Deutsche Luftfahrtindustrie Mit Innovationen in die Zukunft

20. November 2017

Inhalt

Die deutsche Luftfahrtindustrie ist geprägt von mittelständischen Zulieferbetrieben. Diese können ihre Position im Weltmarkt halten in dem Sie ihren Kunden innovative Lösungen – Produkte und Dienstleistungen – anbieten.
Die Liebherr-Aerospace Lindenberg GmbH ist der größte deutsche AIRBUS Zulieferer und arbeitet darüber hinaus mit allen namhaften Flugzeugherstellern der Welt zusammen.

Der Bereich Vorentwicklung bei Liebherr-Aerospace beschäftigt sich ständig mit den Lösungen der Zukunft um beispielsweise den Verbrauch oder Betriebs- und Wartungskosten weiter zu senken oder höhere Zuverlässigkeit zu garantieren.
Der Vortrag zeigt die spezifischen Herausforderungen in einer sich stark verändernden Luftfahrtwelt.

Referent

  • Dipl.-Ing. Heiko Lütjens, General Manager & Managing Director, Liebherr Aerospace & Transportation SAS

Nachhaltiges Wachstum der Luftfahrt - Wie viel Energiewende ist möglich?

11. Dezember 2017

Das erwartete globale Wachstum des Luftverkehrs stellt Betreiber, Hersteller und Flughäfen vor enorme Herausforderungen. Ein gesamt-emissionsneutrales Wachstum erfordert drastische Reduktionen von CO2- und NOx- ebenso wie von Lärmemissionen. Gleichzeitig muss eine Verringerung des Anteils fossiler Energieträger und damit ein Wechsel zu einem deutlich stärker kreislaufbasierten Gesamtenergiesystem erfolgen. Während dies beim bodengebundenen Verkehr in Form der Elektromobilität technologisch lösbar und eine Marktreife mittelfristig vollständig erreichbar ist, stellen die Leistungsbedarfe der Luftfahrt deutliche größere Anforderungen dar. Neben neuen Ansätzen im bord- und bodengebundenen Energiesystem ist eine drastische Effizienzsteigerung des Flugzeuges erforderlich, was völlig neue Flugzeugkonzepte und –bauweisen erforderlich macht. Die große Spreizung der Anforderungen aus Kurzund Langstrecken erfordert dabei missions-spezifische Betrachtungen und hybride Ansätze. Eine „Energiewende“ in der Luftfahrt muss daher neben elektrischem Fliegen bei kleineren Leistungsanforderungen auch kreislauforientierte Energiesysteme wie Brennstoffzellen und synthetische Kraftstoffe beinhalten.

Referent

  • Prof. Dr.-Ing. Jens Friedrichs, Institut für Flugantriebe und Strömungsmaschinen, Technische Universität Braunschweig

Nach der Promotion an der TU Braunschweig im Jahr 2002 war Prof. Friedrichs bis 2010 in verschiedenen Tätigkeiten bei MTU Aero Engines in der Triebwerkswartung tätig. Nach der Leitung des Powerplant Engineerings sowie der Abteilung Engineering and Planning war er zuletzt als Programmdirektor für die GE-Programme in der Maintenance tätig. Seit Ende 2010 hat er die geschäftsführende Leitung des Instituts für Flugantriebe und Strömungsmaschinen an der TU Braunschweig inne. Prof. Friedrichs war von 2015-2017 Dekan der Fakultät für Maschinenbau und leitet momentan das interdisziplinäre Spitzenforschungsprojekt “Energiewende in der Luftfahrt”.

Exkursion: INVENT GmbH

11. August 2017

INVENT GmbH
Christian-Pommer-Straße 34, 38112 Braunschweig

Schriftliche Anmeldung bei der NFL Geschäftsstelle vom 24. Juli bis 04. August 2017 erforderlich.

Die INVENT GmbH ist seit 1996 zum anerkannten Engineering- und Fertigungs-Spezialisten für Faserverbundtechnologien erwachsen, der Strukturkomponenten von der ersten Idee über die Kompetenzfelder Strukturanalyse, Bauweisenentwicklung bis hin zur Serienfertigung entwickelt. Ein weiteres, bedeutendes Kompetenzfeld ist der Bereich Forschung und Entwicklung mit vielfältigen Verbundaktivitäten im Bereich der Faserverbundstrukturen.

Die Realisation und Vermarktung innovativer Verbundwerkstofftechnologien sowie die Planung, Organisation, Koordination und Steuerung als Serviceleistung zur Erzielung eines effizienten Transfers für innovative Technologien zwischen Grundlagenforschung und Industrie ist Gegenstand der Unternehmenstätigkeit. Als Dienstleister und Berater arbeitet die INVENT GmbH mit industriellen und grundlagenorientierten Partnern zusammen und vernetzt diese zudem erfolgreich zu einem Gesamtsystem mit hoher Marktkompetenz.

Referenten/innen

  • Dipl.-Ing. Henning Wichmann, Invent GmbH
  • Dr. Olaf Heintze, Invent GmbH
  • Dr.-Ing. Shanna Schönhals, NFL / TU Braunschweig

Exkursion: Fliegerhorst Faßberg

30. Juni 2017

DLR-Standort Trauen
Eugen-Sänger-Straße, 29328 Faßberg

Begrenzte Teilnehmerzahl
Schriftliche Anmeldung beim DLR Braunschweig Mark Schmidt vom 01. bis 15. Juni 2017 erforderlich

Mit dem 1981 verlegten Transporthubschrauberregiment 10 "Lüneburger Heide" ist am Standort Faßberg der größte fliegende Einsatzverband des Heeres in Niedersachsen beheimatet. Der Fliegerhorst beherbergt zudem das Technische Ausbildungszentrum der Luftwaffe (TAusbZLW), das Kompetenzzentrum für die technisch-logistische Ausbildung an Hubschraubern für das Heer und die Luftwaffe.

In direkter Nähe zur Bundeswehr befindet sich der Standort Trauen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Seit 1935 wird die vorteilhafte Lage abseits von Siedlungen und dennoch in der Nähe von Ballungsräumen genutzt, um hochanspruchsvolle Versuche für die Forschung durchzuführen. Besondere wissenschaftliche Aufmerksamkeit erlangten die Arbeiten und Versuche von Prof. Eugen Sänger, der das Raketenzentrum in Trauen federführend aufbaute und Raketen- und luftatmende Flugkörperantriebe entwickelte. Schwerpunkte der heutigen Forschung am Standort sind Vorbereitung und Durchführung von Versuchen in den Arbeitsbereichen Antrieb, Akustik, Strukturmechanik, Entwurf/Aerodynamik und Brandsicherheit.

Referenten

  • OStFw Paul Hicks, Fliegerhorst Faßberg
  • Dipl.-Ing. Jürgen Veth, DLR Trauen
  • Dipl.-Vw. Mark Schmidt, DLR Braunschweig

Lotsenarbeitsplatz der Zukunft Ein Blick in die Flugsicherung von morgen

19. Juni 2017

Fluglotsen arbeiten heutzutage entweder im Flughafen-Tower oder in einer Überwachungszentrale (Center). Für den jeweiligen Arbeitsplatz sind die Außensicht bzw. das Radardisplay von entscheidender Bedeutung, um durch Kommandos an die Piloten einen sicheren und effizienten Luftverkehr herzustellen.
Die Kommunikation zwischen Lotsen und Piloten basiert dabei immer noch weitestgehend auf Sprechfunk. Durch zunehmenden Flugverkehr und den Einzug stärkerer Automatisierung wird nach Wegen gesucht, Fluglotsen zukünftig vor allem mit moderner Technik bei ihrer Arbeit zu unterstützen und damit zu entlasten.

Der Vortrag wird aktuelle Forschungen zur Lotsenassistenz vorstellen, wie zum Beispiel einen multimodalen Lotsenarbeitsplatz, der Sprache, Blicke und Gesten erkennt. Dies erleichtert Center-Lotsen die Arbeit und erlaubt ihnen intuitive Eingaben über verschiedene menschliche Sinne. Tower-Lotsen wiederum können durch eine kamerabasierte Fernüberwachung von Flughäfen flexibler arbeiten, ohne örtlich an ihren Flughafen gebunden zu sein. Solche neuen Systeme bzw. Mensch-Maschine-Schnittstellen sollten dabei jedoch stets den Operateur im Fokus haben.

Referenten

  • Dipl.-Ing. Jürgen Rataj, Institut für Flugführung, DLR Braunschweig
  • Dr.-Ing. Oliver Ohneiser, Institut für Flugführung, DLR Braunschweig

Flugzeugreifen Ähnlich wie PKW-/LKW-Reifen oder ganz verschieden?

29. Mai 2017

Michelin, the leading tire company, is dedicated to enhancing its clients' mobility, sustainably; designing and distributing the most suitable tires, services and solutions for its clients' needs; providing digital services, maps and guides to help enrich trips and travels and make them unique experiences; and developing high-technology materials that serve the mobility industry. Headquartered in Clermont-Ferrand, France, Michelin is present in 170 countries, has 111,700 employees and operates 68 production facilities in 17 countries which together produced 184 million tires in 2015. MICHELIN® Aircraft Tire supplies bias tires, radial tires, and tubes for aviation clients around the world in a range of applications including commercial and regional airlines, general aviation and military aviation. Michelin, a trusted partner delivering customers peace of mind.

Referenten

  • Dipl.-Ing. Frank Erath, Executive Vice President Sales Michelin Aircraft Tires, Clermont-Ferrand, France

Wann ist Fliegen sicher genug? Das Ende des Risikofaktors Mensch?

24. April 2017

Inhalt

"Das Gefährlichste am Fliegen ist die Fahrt zum Flughafen." Ist diese häufig gehörte Redewendung tatsächlich zutreffend? Wie sicher ist Fliegen heute und wie sicher muss es sein? Der Vortrag betrachtet, welche ethischen, moralischen und wirtschaftlichen Anforderungen das Sicherheitsniveau in der Passagierluftfahrt bestimmen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Risikofaktor "menschliches Versagen" und wie künstliche Intelligenz das Fliegen in Zukunft sicherer machen kann.

Referent

  • Julian Oehling, Flight Safety Department, Deutsche Lufthansa AG

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